Nationalpark Weerribben­Wieden in Nordwest-Over­ijssel bildet mit dem Naturge­biet Rottige Meente im Süden Frieslands das größte zusammenhängende Niedermoor West-Europas. Die touristischen Highlights sind Giet­hoorn, Wanneperveen, Kalenberg und Ossenzijl. Historische Städtchen in der Nähe, beispielsweise Blokzijl, Vol­lenhove, Zwart­sluis, Steenwijk und Wolvega, machen den Urlaub in dieser Region besonders abwechslungsreich.

Dieses wasserreiche Gebiet ist die Hei­mat hunderter besonderer Pflanzen und Tieren (worunter sehr seltene wie der Otter) und sehr naturverbundener Menschen. Das Gebiet lässt sich am besten mit dem Fahrrad, Boot (Rundfahrtboot, Elektro-Schaluppe, Mietboot oder Kanu) oder zu Fuß auf gut ausgeschilderten Strecken entdecken. Dieses nasse Land ist überaus abwechslungsreich. Hier eine Terrasse, dort eine kleine Brücke. Kleine Bauernhöfe, sich schlängelnde Flüsschen, Wälder, Schilfgürtel und -bündel, Wiesen mit Kühen, Deiche mit Schafen. Zahlreiche kleine Hotels, Bed and Breakfasts und Campings bieten den Touristen eine reiche Auswahl an Unterbringungsmöglichkeiten.

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National Park Weerribben-Wieden – Kanuverleih und kanurouten (Die karte können Sie hier herunterladen)

Willkommen im Osten Frieslands!

Bootsmaße
Auf der Friesischen Torfroute gibt es für die Freizeitschifffahrt einige Einschränkungen.
Höchstmaße
Länge: 28 m
Breite: 5 m
Tiefgang: max. 1,10 m (neu: 1,30 m auf dem Trajekt Oosterwolde-Smilde)
Durchfahrhöhe:
max. 3,25 m, 3,70 m, 4 m
(siehe auch unten bei “Trajekte und Durchfahrhöhen”)
Höchstgeschwindigkeit
Erlaubte Höchstgeschwindigkeit: 6 km/Std
Öffnungszeiten Kanäle
14. Mai bis einschl. 10. September 2016.
Auch zu Pfingsten werden die Scheusen und Brücken entlang der Torfroute bediend. Die Torfroute ist also dann und die nächsten Tage ganz befahrbar.
Öffnungszeiten für 2017 siehe
www.turfroute.nl
Gebührenfreie Bedienung und Selbstbedienung
Die Bedienung der Brücken und Schleusen entlang der Friesischen Torfroute ist kostenlos (Ausnahme einige Drehbrücken: Diese müssen Sie selbst auf– und zudrehen).
Bedienungszeiten
Montag bis einschl. Samstag von 9.30-16.30. Sonn- und Feiertage geschlossen.
Bedienung vom 1. Juli bis einschl. 31. Augustus 2016 (Hochsaison) auch Sonntags.
Zugangsgebühr: 20,– €
Für einen Teil der Unterhaltskosten der Route und der Brücken- und Schleusenbedienung wird jedes Mal, wenn Sie mit Ihrem Boot eine der Zugangsschleusen zur „Friesische Torfroute“ durchfahren, eine Zugangsgebühr von 20,– € erhoben. Diese Zugangsschleusen werden auf der Karte mit “entree/access” angezeigt.
Der Hafen von Ol­deberkoop ist frei erreichbar.

turfroute_legenda Legenda Karte Friese Turfroute (Die karte können Sie hier herunterladen)

Die Zugangsschleusen der Turfroute:
• Schleuse 2 in De Tsjonger bei Jubbega.
• Schleuse ‚Damsluis‘ in Witte Wijk östlich von Appelscha.
• Schleuse in Gorredijk.
Kostenlose Info-Tasche
Beim Durchfahren einer der obengenannten Zugangsschleusen erhalten Sie eine kostenlose Tasche mit Informationen über die Torfroute und die Friese Wouden (Ost-Friesland).
Routenkarte
In der Mitte dieser Broschüre finden Sie eine Karte, auf der die Routen, alle Schleusen und Brücken, sowie die Zufuhrkanäle eingezeichnet sind.
Trajekte und Durchfahrhöhen
1. Opsterlandse Compagnonsvaart
Die Strecke von Gorredijk über Donkerbroek zur Schleuse III (bei De Tsjonger) umfasst 20 km mit 4 Schleusen, 22 beweglichen Brücken und 1 feste Brücke (max. Höhe 4 m).
2. Schleuse III-Smilde (Drenthe)
Die Strecke von Schleuse III über Appelscha zur Drentse Hoofdvaart bei Smilde umfasst 14 km mit 5 Schleusen, 12 beweglichen Brücken und 1 feste Brücke (max. Höhe 3.70 m).
3. Tsjongerkanaal Heerenveen-Mildam-Schleuse III
Die Strecke von Mildam zur Opsterlandse Compagnonsvaart bei Schleuse III umfasst 20 km mit 3 Schleusen, 3 beweglichen Brücken und 4 feste Brücken (max. Höhe 3.70 m).
Achtung! Die Eisenbahnbrücke bei Heerenveen ist 3,25 m hoch.
Haustiere
Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr(e) Haustier(e) niemanden stören. Hunde müssen bei Liegeplätzen und in Häfen immer an der Leine bleiben. Hundekot bitte sofort aufräumen.
Lärm
Besucher der Torfroute lieben die Ruhe. Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihre Musikgeräte oder andere Lärmquellen keine Lärmbelästigung für Ihre Mitmenschen darstellen.
Beschwerden, Tipps
Mit Fragen, Bemerkungen oder Beschwerden bezüglich der Bedienung der Schleusen und Brücken oder der Zugänglichkeit der Wasserwege bitte den Schleusenwärter oder Hafenmeister des Passantenhafens ansprechen.
Sie können uns auch mailen:
secretariaat.turfroute@hotmail.com, oder die Provinz Fryslân anrufen unter der Tel.nr. +31 (0)58 – 292 86 66.

Ausführliche Information über die Turfroute und die Region finden Sie auf den Websites:
www.turfroute.nl

Die Friesische Torfroute

Die Friesische Torfroute ist eine weltweit einzigartige historische Schifffahrtsroute. Sie umfasst ein ausgestrecktes Kanalsystem mit Schleusen und Brücken im Südosten Frieslands (Niederlande) und wurde zwischen 1630 und 1830 für den Torftransport angelegt. Torf, getrockneter Moorboden, war bis 1900 ein äußerst wichtiger Brennstoff in den Niederlanden, danach wurde er von der Steinkohle verdrängt.

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Friese Turfroute (Die karte können Sie hier herunterladen)

Die sogenannten Kompagnons, ein Zusammenschluss von Moorherren, organisierten den Torfabbau im ausgestreckten friesischen Tief- und Hochmoorgebiet um Heerenveen, Gorredijk und Appelscha. Der wichtigste – und auch bekannteste – Kanal, der ausgegraben wurde, ist die Opsterlandse Compagnonsvaart: Von Gorredijk bis Appelscha, an der Grenze zur Provinz Drenthe gelegen, insgesamt 34 km lang. Auch der teilweise kanalisierte Fluss De Tjonger, der von Oosterwolde in westliche Richtung nach Schoterzijl und Kuinre an der früheren Zuiderzee fließt, gehört zur Torfroute. Darüber hinaus wurden zur Erschließung des Gebietes zahlreiche kleinere Kanäle angelegt, die “Wijken” (niederländisch) bzw. “Wiken” (friesisch).

Unterwegs mit Boot und Fahrrad
Dank der Stiftung „De Nije Kompanjons“ in Friesland können Urlauber den jahrhundertealten Spuren der Torfschiffer entlang Kanälen, Wijken und Flüsschen bis nach Drenthe und Overijssel folgen. Für diejenigen, die sich ganz in die bewegte und kontrastreiche Vergangenheit des Torfabbaus vertiefen möchten, ist ein Besuch der Torfmuseen in Nij Beets, Gorredijk oder Heerenveen absolut empfehlenswert. Geheimtipp: Nehmen Sie Fahrräder mit an Bord Ihres Bootes, oder mieten Sie welche in einem der Dörfer entlang der Route. Jede wichtige Sehenswürdigkeit kann nämlich von der Fahrroute aus einfach mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreicht werden.